25 runter, 19 wieder rauf – Ich zieh nochmal die Reißleine

Selbstdisziplin ist wahrlich nicht meine Stärke. Das merke ich ein ums andere Mal. Wobei ich doch phasenweise zu erstaunlichen Dingen in der Lage bin.

Nehmen wir mal die Zeit von Januar bis ungefähr Mitte März des vergangenen Jahres (2017). Da habe ich durch hartes, konsequentes Training und einer Ernährungsumstellung doch tatsächlich 25 Kilo abgenommen.

Ich trainierte bis zu 6x in der Woche. immer Morgens. In der Woche vorm Dienst, am Samstag vor dem Frühstück. Und im Grunde war es nur Ausdauer. Crosstrainer, Ergometer, Stairmaster, Handbike und Rudermaschine. Durchschnittlich waren es 3000 Kalorien die ich dabei in den 3 1/2 Stunden verbrannte. Alles schön mit Pulsuhr, die einen Brustgurt angekoppelt hat. Immer schön im aeroben Bereich von 130 – 150, ganz selten mal darüber.

Entsprechend habe ich mich ernährt. Ich nahm kaum Kolenhydrate (Mehlprodukte, Zucker, Reis etc.) zu mir, dafür aber ordentlich Proteine in Form von Quark, Joghurt, Skyr, Proteinpulver. An Nahrung waren es dann nur knapp 1500 Kilokalorien, die ich meinem Körper gönnte.

In Summe habe ich also (mit dem täglichen Grundumsatz) bald 3600 Kalorien pro Trainingstag mehr verbraucht, als ich zu mir nahm.

Als kleine Info zwischendurch. Ein Kilo menschlichen Fettes hat zwschen 7000 und 9000 Kcal. Wenn man also großzügig ist, dann habe ich alle 2 Tage ein Kilo Fett verbrannt gehabt.

In der Realität bestätigte die Waage jede Woche zwischen 2 und 3 Kilogramm an Abnahme.

Dies hielt ich durch – bis Ende März, kurz vor der Geburt unseres Jüngsten. Und bis dahin hatte ich über 25 Kilogramm abgenommen.

Tatsächlich habe ich danach kaum noch trainiert. Denn die Nächte waren kurz und ich war nicht wirklich motiviert. Es war alles einfach viel zu hektisch.

Und zudem fiel ich in mein altes Fressmuster zurück. Und wenn ich sage Fressmuster, dann meine ich tatsächlich auch FRESSEN.

Fettiges, kohlenhydratreiches Essen. Klar – i.d.R. selbstgekocht, aber für Diäten nicht wirklich förderlich. Und so nahm ich die vergangenen Monate wieder ordentlich zu, auch Weil Winter war und Weihnachten…

Ganze 19Kg sind wieder drauf. – 137,2 Kg, spuckte die Waage inzwischen wieder aus.

Das war jetzt nicht so überraschend für mich. Denn in den letzten Wochen habe ich wieder gemerkt, dass ich etwas kurzatmig wurde. Die Hosen und Hemden sind geschrumpft und wollten nicht mehr so gut passen. Einige Kleidungsstücke passen indes gar nicht mehr.

Und das ich mit dem Training wieder anfange, das habe ich nun auch schon seit Wochen vor mir hergeschoben. Ich hatte einige Ausflüchte:

  • Ich war Krank (wirklich krank, mit Grippe und so)
  • Hatte Schmerzen in meinem Knie (hatte ich wirklich, aber woher kommen die wohl…? Von zu hohem Gewicht…? Nie!)
  • War zu platt für Training, zu lange wach…
  • Kopfhörer funktionierten nicht (rückblickend lachhaft, aber das war die Ausrede, die alles schlug, denn ohne Musik kann man ja nicht trainieren.)
  • Zu viel allgemeines Mimimi…

Nun habe ich gestern neue Bluetooth-Sportkopfhörer bekommen, hatte also keine Ausrede mehr. Nicht eine. Deswegen habe ich mir dann auch ein Herz gefasst und bin um 5 aufgestanden, habe mich fertig gemacht und bin zum Studio gefahren.

Ich habe nicht viel gemacht. Nur jeweils 15 Minuten auf dem Ergometer und dem Crosstrainer. Zum Abschluss habe ich 5 Minuten auf der Rudermaschine meine Kräfte walten lassen.

Ich war von dem Bisschen platt. Zumindest kurzzeitig. doch dann ging es mir wieder spürbar besser…

Aber mal ehrlich. Rückblickend über den Tag habe ich mich lange nicht mehr so gut gefühlt. Auch war ich lange nimmer so wach. Dazu kommt nun wieder die Umstellung meiner Nahrung. Weniger Kohlenhydrate, mehr Proteine.

So muss es weiter gehen. Wieder. Dauerhaft.

Denn mein Offizielles Ziel ist es, weniger als 90 Kilogramm zu wiegen.

Und wenn ich mir nicht das eine oder andere Bein oder einen Arm amputieren möchte, um auf dieses Gewicht zu kommen, dann muss ich wieder mal was tun.

Die Planung steht soweit…

Ich werde mich da jetzt langsam wieder rantasten.

Heute, wie schon erwähnt, hatte ich 15 Minute. Morgen dann 30 auf dem Crosstrainer , 15 auf dem Handbike und vielleicht 10 auf dem Treppensteiger.

Und alles werde ich nun wieder tracken mit meiner Pulsuhr samt -gurt.

Ich muss nur durchhalten.

Selbstdisziplin, das ist, was ich jetzt brauche. Jetzt und dauerhaft.

Author: Bernd R. Franke

Bernie ist ein spätes Winterkind aus dem Jahre 1980. Verheiratet ist er glücklich mit der Mutter seiner fünf Kinder. Hobbies: Nachdenken, Schreiben und Sport. Sein Lieblingsgenres sind SciFi, Fantasy und Erotik.

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